Porzellanstadt Selb
Selb ist eine große Kreisstadt im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Regierungsbezirk Oberfranken) und liegt direkt an der tschechischen Grenze. Die Wirtschaftsstruktur in Selb wird nicht mehr durch die Porzellanherstellung, sondern von zahlreichen anderen Branchen geprägt.
Die 17.500-Einwohner-Stadt Selb ist zwischenzeitlich ein Industriestandort, an dem sich neben der keramischen Industrie andere Industriezweige, wie vor allem der Maschinenbau und Anlagenbau, die Automobilzulieferindustrie und die Kunststoffverarbeitung etabliert haben.
Erleben Sie die Wurzeln der Porzellangeschichte
Das Porzellanikon Selb befindet sich in einer 1969 stillgelegten ehemaligen Rosenthal-Fabrik. Gut 9000 qm des umgenutzten Industriestandortes beherbergen heute vier verschiedene Museen:
- das Europäische IndustrieMuseum für Porzellan
- das Rosenthal Museum
- das Deutsches PorzellanMuseum
- und das Europäische Museum für Technische Keramik
1866 von Jacob Zeidler gegründet und direkt an der noch heute genutzten Eisenbahnlinie Hof-Asch gelegen, ging das Unternehmen 1917 an Philipp Rosenthal, der die Firma zur Blüte brachte, wie nach ihm sein visionärer Sohn. Seit den 70er Jahren stand das Haus leer, wurde jedoch mit Beginn der 90er Jahre als Industriedenkmal nach neuesten Gesichtspunkten der Denkmalpflege original restauriert. Das erste Industriemuseum Bayerns atmet den spröden Charme der ehemaligen Fabrik aus dem 19. Jahrhundert.


